Gemeinsam Rätselraten im Freien macht Spaß

Heidelberg, 02.08.2018. Es ist wieder soweit, pünktlich zu Ferienbeginn erobern rund 240 Heidelberger Kinder drei Wochen lang die Marienhütte der evangelischen Kirche oberhalb des Schlossbergs. In der „Kinderwelt Marienhütte“, einem Ferienangebot des Diakonischen Werks, dürfen sie dort oben im schattigen Wald ungestört spielen und toben. „Pro Woche betreuen wir um die 80 Kinder zwischen 5 und 10 Jahren auf der Marienhütte“, erzählt Diakon Matthias Kunz, der in diesem Jahr die Leitung der pädagogischen Arbeit übernommen hat. Jeder Tag folgt einem festen Ablauf, was für die Kinder bei aller Freiheit wichtig ist.

„Nach der Anfahrt mit unserem Busshuttle beginnen wir den Tag gegen 9 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück und einem Gebet oder Lied, bevor die Kinder sich auf ihre Workshops verteilen. Dazu gehören Bastelangebote wie Paracords knüpfen oder Jutebeutel bemalen, ein Zirkus- und Ritterworkshop – und einmalig zu Wochenbeginn als `Bonbon´ noch eine Waldrallye“, zählt Kunz auf. Mit dem Waldmobil der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau hat Förster Steffen Ellwanger den Kindern am Dienstagvormittag ein abwechslungsreiches waldpädagogisches Programm angeboten, von dem die Kids begeistert waren.

Der Ritter-Workshop kommt vor allem bei den Jungs gut an

Bei der Waldrallye müssen Nicki, Gero, Willa und Jayla im Team arbeiten

Der neunjährige Gero hält die Luft an, wird sein Tannenzapfenturm höher als der von der Konkurrenz, bevor er in sich zusammen fällt? Zusammen mit seinem vierköpfigen Team muss er bei der Waldrallye an zehn Stationen sein Wissen rund um den Wald unter Beweis stellen, bevor es die ersehnte Urkunde gibt. „Die Kinder ordnen Blätter und Tierspuren zu, üben sich in Zapfenweitwurf oder bauen daraus einen Turm und lernen nebenher ganz spielerisch Einiges über die Tier- und Pflanzenwelt im Wald“, erläutert Waldpädagoge Ellwanger.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen bleibt noch genug Zeit zum freien Spielen und Toben, entweder auf der Hüpfburg, den Klettergerüsten oder mit Riesenseifenblasen und Wasserschlacht. „Das Spielen mit den anderen Kindern hier macht mir am meisten Spaß“, erzählt die 8jährige Jayla strahlend. Sie ist schon zum zweiten Mal bei der Kinderwelt dabei und findet besonders gut, „dass man hier oben im Wald auch mal so richtig laut sein darf, ohne dass einer meckert!“ Gegen 16:30 Uhr fährt der Shuttlebus die müden aber glücklichen Kinder dann wieder in die Stadt zurück.

Förster Steffen Ellwanger, Diakon Matthias Kunz, Dekanin Marlene Schwöbel-Hug, Gero, Willa, Nicki und Jayla sowie die beiden ehrenamtlichen Leiter Michael Seyfert und Stephanie Lehner freuen sich über das Waldmobil

„Es ist immer etwas ganz Besonders, die Marienhütte in den drei Ferienwochen von so vielen fröhlichen Kindern belebt zu sehen“, freut sich Dekanin Marlene Schwöbel-Hug. Das im Wald verborgene `Juwel´ der evangelischen Kirche, das in diesem Jahr sein 90jähriges Bestehen feiert, liegt ihr besonders am Herzen: „Dieser wunderbare Ort mitten im Grünen und doch so nah an der Altstadt ist ein Alleinstellungsmerkmal für Heidelberg!“, findet nicht nur sie. Oft werde sie angesprochen von ehemaligen „Marienhütten-Kindern“, die sich gerne an wunderschöne Ferienerlebnisse auf dem weitläufigen Gelände erinnern. „Daher möchten wir die Marienhütte und das Seminarhaus so herrichten, dass sie ganzjährig nutzbar werden für Kinder- und Jugendgruppen, aber auch für interessierte Erwachsene“, erläutert die Dekanin zukünftige Pläne für die Gebäude auf dem Gelände.

Text und Fotos: Karin Wilke


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